Washington ist großzügig angelegt, was einem - kommend aus New York - sofort ins Auge fällt. Es sind weniger Autos unterwegs, Menschen sowieso und irgendwie kommt einem die Stadt "klein" vor. Es gibt keine Türme, die an den Wolken kratzen, geht einem irgendwann das Licht auf.
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| Washington Downtown |
Dabei gibt es - ganz ähnlich wie in NY und Boston - überall begrünte Sitzeckchen, die zum Verweilen einladen. Ich muss schon sagen, die USA, zumindest die Städte an der Ostküste, scheinen es mit Laufmüden oder einfach nur ihr Sitzfleischpflegenwollenden gut zu meinen. Auch sind die kleinen Anlagen häufig Treffpunkte für alle, die in ihren kleinen Wohnungen zu ersticken drohen und einfach mal "Raum" um sich haben wollen. Jedenfalls findet das Leben der Menschen auch auf der Straße beim Plausch statt, nicht wie bei uns, wo jeder seine vier Wände viel häufiger von innen anzusehen pflegt.
Wir streiften ganz kurz das weiße Haus von "hinten" und machten uns dann wieder zurück nach Chinatown und stellten uns einen Salat und eine asiatische Hähnchen-Brockoli-Nudelpfanne zusammen, die wir gemeinsam verputzten. Gestärkt liefen wir tatsächlich die ganze Strecke doch noch zu Fuß zum Bettchen. Verlaufen kann man sich nicht: Wir liefen von Chinatown immer auf der Straße "M" entlang, bis sich der Querstraße Nummer "5" immer mehr näherte. Dann konnten wir anfangen, blockweise abzubiegen, bis wir auf der Straße "H" vor unserer Haustür standen. Schachbrettstädte haben etwas für sich.
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| Chinatown vor und nach unserem Imbiss |

