Bevor wie den Bus nach New York bestiegen, hatten wir noch ein
paar Stunden übrig. Also gaben wir unser Gepäck für läppische 10$ pro Stück an der South Station ab
und begaben uns auf den Freedom Trail (Freiheitspfad), der auf etwa vier Kilometern siebzehn historische Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet. Der Weg ist mit einer
durchgezogenen roten Linie auf dem Boden markiert und führt vom Boston Common
(zweiter Park) im Stadtzentrum durch die Innenstadt, über den Charles River im Norden nach
Charlestown und endet dort am Bunker Hill Monument. Wir haben nicht alles
geschafft, Charlestown etc. lag zu weit weg und Anka war da ja auch schon.
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| Eingelassene Bodenplakette für den Freedom Trail |
Boston Common ist der älteste öffentliche Park der Vereinigten
Staaten (nicht zu verwechseln mit dem ältesten öffentlichen botanischen Garten, der mittlerweile, gleich nebenan, ebenfalls als Park die Stadt verschönert) und wirklich sehr parkig. Wir haben da auch geparkt (und eine Zitronenlimonade geschlürft), wie es sich gehört!
Auf dem Pfad rühmt man sich besonders der Orte, die etwas mit der amerikanischen Unabhängigkeit zu tun haben. So ist beispielweise die "Park Street Church" dabei, immerhin 1809 erbaut. In dieser Kirche hielt William Lloyd
Garrison eine bekannte Brandrede gegen die Sklaverei. Nicht zu vergessen ist der
daneben gelegene "Granary
Burying Ground", ein Friedhof. Hier ist z. B.
Samuel Adams beerdigt, einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung,
aber auch die Opfer des Massakers von Boston, das auch zum Ausbruch der Bostoner Tea Party beitrug. Diese wurde widerum u.a. im "Old South Meeting House" geplant.
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| Old South Meeting House |
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| Old State House |
Wir beendeten unsere Tour an der Faneuil Hall und dem Quincy
Markt. Beides beherbergt heutzutage eine bunte Mischung aus Läden,
Touristen-Krams und Fressständen. Diese Art Markthalle, in der man sich Essen
kauft, das man dann anschließend im Hof an einem freien Plätzchen verspeist, scheint
es hier häufig zu geben. Das große Minus ist natürlich die Masse an Abfall, den
Amerikaner täglich mit ihrem Take-out-Essen produzieren. Das große Plus ist,
dass man draußen essen und damit der Klimaanlage entkommen kann. :)
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| Feneuil Hall |
Allgemein hat der Kern von Boston eine angenehme Größe, auch wenn es keinen traditionellen "Kern" im Sinne eines Marktplatzes gibt. Trotzdem ist das Zentrum recht gut umrissen, die Entfernungen sind machbar. Das sah in New York dann doch ganz anders aus.
Die Reise nach New York war unspannend und von Stop-and-go
auf der Autobahn geprägt. Wir kamen
abends in unserem Zimmer in Brooklyn an, das in einen Haus und überhaupt einer Häuserreihe
beherbergt ist, die aussehen wie in London. Schmale Reihenhäuser mit kleinem
Vorhof und Eisengittern. Das Haus ist neu und sauber, die Klimaanlage läuft!
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| 113 Vernon Avenue, Brooklyn, New York |