Sonntag, 19. August 2018

New York bei Regen (... und Hitze)


Die letzten beiden Tage (12. und 13.08.) in New York sind schnell erzählt: es hat oft (dauer)geregnet und wir waren längere Strecken mit Bus und U-Bahn unterwegs, um nicht pitsche-patsche-nass zu werden. Die Fotos mit blauem Himmel im Hintergrund täuschen daher ein wenig… sagen aber sehr viel über das Wetter aus: Entweder Sonne pur oder eben die Sintflut; einfach nur etwas Regen bei mäßigem Wetter gab’s die Tage nicht. Da sitzt man um so lieber in einem gemütlichen Cafe und schreibt Blog (und schnasselt nebenbei Waffeln mit Obst - also gesund!)

Vintage Cafe (Brooklyn)
Waffeln
Wir spazierten u.a. durch den Brooklyn Bridge Park, weil ich unbedingt das Eis aus der „Brooklyn Ice Factory“ probieren wollte! Bei meinem letzten Besuch in New York hatte die Bude nämlich wegen Baumaßnahmen geschlossen. Na ja, das Eis war das Schlangestehen (und die 6 Dollar pro Kugel!!) nicht unbedingt wert, aber jetzt wissen wir auch das :)

Brooklyn Bridge Park
Brooklyner Eis: einmal reicht!
Bevor wir in den „Housing Works Bookstore Cafe“ eingekehrt sind, suchten wir noch einen Laden für Künstlerbedarf der New Yorker „Art Students League“ auf, weil Franzens nach Farben und Tinte suchte, aber in jenem Spezialgeschäft nichts nach Gusto fand. Im Buchladen dagegen… gaaanz andere Geschichte J. Der Laden ist eine non-profit Unternehmen, dessen Einnahmen aus dem Secondhand-Bücherverkauf und einem kleinen Café im Innern des Ladens als Spenden an Obdachlosenhilfsverbände und an Anti-Aids-Kampagnen fließen. Obdachlose gibt es leider genug (viiieeel zu viiiiiiieeeeelee) in New York (und andernorts!).

Housing Works Bookstore Cafe
Außerdem waren wir im „National Museum of the American Indian“. Wir hatten Glück und passten gerade eine öffentliche Führung ab und kamen somit in den Genuss von ein paar interessanten Geschichtchen, die wir sonst wohl nicht in Erfahrung gebracht hätten. So wurde berichtet, dass die Cherokee-Indianer (Choktaw), nachdem sie selbst Hunger und Entbehrungen während ihrer Vertreibung in die Reservate („Trails of Tears“ = Pfad der Tränen) erlebt hatten, anlässlich der „Großen Hungersnot“ zwischen 1848 und 1852 270$ nach Irland schickten. Klingt nach wenig Geld? Damals eine Summe von enormen Wert, nicht nur, wenn man bedenkt, dass die Indianer in den Reservaten selbst kaum genug zum Überleben hatten… 2015 gedachte Irland dem Geschenk mit einer offiziellen Dankenszeremonie und dem Enthüllen einer metallenen zwölf Adlerfedern-Skulptur in Cork.

"12 Adlefedern" (Wikipedia)
 New York war schön, jetzt kommt Washington!