Donnerstag, 23. Februar 2017

Larnaca – Landung im Sarkophag

Dienstagabend, eine Stunde früher als von der Fluggesellschaft angegeben, landeten wir im „Sarkophag“, umgeben von den Ruinen des alten Kition im heutigen Zypern. Griech. „Larnax“ bedeutet Sarkophag, weil die Stadt inmitten der alten Gräber Kitions angelegt worden ist. Es handelt sich natürlich nicht um irgendwelche Gräber, schließlich wurde Kition eins von Noahs Enkel gegründet! Wenn man dem Reiseführer glaubt. ;)

Nachdem die Landung so gut geklappt hat, sind wir auch schnurstracks dem „Bus“-Zeichen folgend nicht bei den Stadtbussen gelandet. Als „Bus“ qualifiziert wohl nur, was gleich wieder weg will aus Larnaka, nämlich nach Limassol oder Sonstwo. Aber wir wollten doch in die Stadt! Zum Glück entdeckte Anka mit ihrem Scharfblick einen (unseren) Bus, wie er an Flughafen vorbei entlangschipperte. Aha! Also ging es in die Stadt rein. Zum Glück hat der Busfahrer gemerkt, dass wir keine Ahnung hatten und schmiss uns an der richtigen Haltestelle hinaus. Wir fanden auch unsere Unterkunft und den super sicher (die Versicherung würde sich freuen) hinterlegten Schlüssel und besahen unser neues Domizil. Sagen wir, typisch zypriotisch! Eine kleine Hazienda mit Garten und Terrasse, liebevoll ausstaffiert mit Fließen und weißem Putz, zusammengehalten durch..äh..Tradition. Also, alte, knarrige, leicht lawede Tradition. Das ganze Haus ist für Gäste gedacht, wir haben ein Zimmer und teilen Bad und Küche mit anderen. Aber wie gesagt, die Häuser der Umgebung sehen genauso alt aus, vom Typ „gebaut vom Urgroßvater, seitdem nur geflickt“. Aber wir hatten ja nicht vor, Wurzeln zu schlagen.
 
Schon machten wir uns auf ins pulsierende Larnaka. Boah, da steppt der Bär. Also, die Katzen. Viele Katzen. Ansonsten zischen andauernd Autos mit lauter Musik an einem vorbei, aber das ist fast das einzige Lebenszeichen. Gegen 20:00 Uhr ist alles zu und leer, bis man in der Innenstadt auf zwei geöffnete Bars mit lauter Musik trifft. Aber da sah es nicht mehr nach Essen aus, also gönnten wir uns einen echt-zypriotischen Döner für bloß 5 €. Natürlich fanden wir bei unserem Erkundungsgang danach an jeder Ecke… aber egal. Wir besahen uns natürlich Larnakas wunderbare Sehns.. ach nein. Ein gewisser Jemand wollte ja zum Hafen. Zu dem, der auf der Karte zwar eingezeichnet, aber nirgendwo betretbar ist. Nach 4 km hin und zurück wussten wir zumindest, dass wir alle Sehensürdigkeiten gekonnt umschifft hatten, Larnaka an sich recht hässlich ist und wir uns an die ausgeschilderten Attraktionen halten sollten. Gegen inzwischen 23.00 Uhr streikten aber die Füße einer gewissen anderen Person, so dass wir nach einem kurzen Dreh am eigentlichen Strand wieder in unsere Bleibe schlichen. 


Larnaka bei Tag und am richtigen Fleck sieht da doch schon viel besser aus. Vor allem, wenn man im Februar ca. 20 Grad bei strahlendem Sonnenschein hat! Ätsch! Die zentrale Busstation liegt jedenfalls direkt an der Strandpromenade, so dass wir wenigstens diese genießen konnten. Vielleicht bleibt uns am letzten Tag noch etwas Zeit für Larnaka.