Dienstagabend, eine Stunde früher als von der Fluggesellschaft
angegeben, landeten wir im „Sarkophag“, umgeben von den Ruinen des alten Kition
im heutigen Zypern. Griech. „Larnax“ bedeutet Sarkophag, weil die Stadt
inmitten der alten Gräber Kitions angelegt worden ist. Es handelt sich
natürlich nicht um irgendwelche Gräber, schließlich wurde Kition eins von Noahs
Enkel gegründet! Wenn man dem Reiseführer glaubt. ;)
Nachdem die Landung so gut geklappt hat, sind wir auch
schnurstracks dem „Bus“-Zeichen folgend nicht bei den Stadtbussen gelandet. Als
„Bus“ qualifiziert wohl nur, was gleich wieder weg will aus Larnaka, nämlich
nach Limassol oder Sonstwo. Aber wir wollten doch in die Stadt! Zum Glück
entdeckte Anka mit ihrem Scharfblick einen (unseren) Bus, wie er an Flughafen
vorbei entlangschipperte. Aha! Also ging es in die Stadt rein. Zum Glück hat
der Busfahrer gemerkt, dass wir keine Ahnung hatten und schmiss uns an der
richtigen Haltestelle hinaus. Wir fanden auch unsere Unterkunft und den super
sicher (die Versicherung würde sich freuen) hinterlegten Schlüssel und besahen
unser neues Domizil. Sagen wir, typisch zypriotisch! Eine kleine Hazienda mit
Garten und Terrasse, liebevoll ausstaffiert mit Fließen und weißem Putz,
zusammengehalten durch..äh..Tradition. Also, alte, knarrige, leicht lawede
Tradition. Das ganze Haus ist für Gäste gedacht, wir haben ein Zimmer und
teilen Bad und Küche mit anderen. Aber wie gesagt, die Häuser der Umgebung
sehen genauso alt aus, vom Typ „gebaut vom Urgroßvater, seitdem nur geflickt“. Aber
wir hatten ja nicht vor, Wurzeln zu schlagen.
Schon machten wir uns auf ins pulsierende Larnaka. Boah, da
steppt der Bär. Also, die Katzen. Viele Katzen. Ansonsten zischen andauernd
Autos mit lauter Musik an einem vorbei, aber das ist fast das einzige
Lebenszeichen. Gegen 20:00 Uhr ist alles zu und leer, bis man in der Innenstadt
auf zwei geöffnete Bars mit lauter Musik trifft. Aber da sah es nicht mehr nach
Essen aus, also gönnten wir uns einen echt-zypriotischen Döner für bloß 5 €.
Natürlich fanden wir bei unserem Erkundungsgang danach an jeder Ecke… aber
egal. Wir besahen uns natürlich Larnakas wunderbare Sehns.. ach nein. Ein
gewisser Jemand wollte ja zum Hafen. Zu dem, der auf der Karte zwar
eingezeichnet, aber nirgendwo betretbar ist. Nach 4 km hin und zurück wussten
wir zumindest, dass wir alle Sehensürdigkeiten gekonnt umschifft hatten, Larnaka an sich recht hässlich ist und wir uns an die
ausgeschilderten Attraktionen halten sollten. Gegen inzwischen 23.00 Uhr streikten
aber die Füße einer gewissen anderen Person, so dass wir nach einem kurzen Dreh
am eigentlichen Strand wieder in unsere Bleibe schlichen.
Larnaka bei Tag und am richtigen Fleck sieht da doch schon
viel besser aus. Vor allem, wenn man im Februar ca. 20 Grad bei strahlendem
Sonnenschein hat! Ätsch! Die zentrale Busstation liegt jedenfalls direkt an der
Strandpromenade, so dass wir wenigstens diese genießen konnten. Vielleicht
bleibt uns am letzten Tag noch etwas Zeit für Larnaka.